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kleine Reifenkunde

Super Wahljahr 2009

Das Super-Wahljahr steht nicht nur in der Politik sondern auch bei der Reifenwahl im kommenden Frühjahr an. Dabei wird sich jeder wieder die üblichen Fragen stellen:

Auf welchem Untergrund fahre ich am meisten?
Fahre ich auch bei Schlamm?
Ist mir Gewicht oder Pannenschutz wichtiger?
Fahre ich mehr Straße oder Gelände?

© Rainer Sturm / PIXELIO

Den ultimativen Reifen für alle Bedingungen und mit allen Features gibt es leider nicht. Nichts desto Trotz gibt es für jeden Bikertypen den passenden Reifen. Beim Kauf kann man unter mehrere Profiltypen auswählen:

Das Schlechtwetter geeignete Profil sollte eher schmal sein, also max. 1.9″ und ein sehr offenes Profil haben, d.h. viele einzelne hohe Stollen mit großen Zwischenräumen. Damit wird die Selbstreinigung des Reifens gefördert und die Stollen liegen immer frei und haben richtig Grip á la Schwalbe Black Shark MUD, Michelin A.T. oder Maxxis Medusa.

© rainer Sturm / PIXELIO

Das Allround-Profil bietet ähnliche Eigenschaften, nur dass das Profil etwas enger angeordnet ist. Besonders in der Mitte des Reifens ist es zumeist zu einem pfeilförmigen Profil angeordnet. Die Stollenabstände werden nach außen hin immer größer. Das bewirkt, dass der Reifen einen sehr geringen Rollwiderstand hat aber trotzdem bei feuchtem Wetter nicht überfordert ist und die Spur hält. Sehr gute Beispiele für diesen Typ Reifen sind natürlich Rocket Ron, Conti Race King oder Maxxis Ignitor.

Der Semi-Slick ist im Vergleich zu den anderen Gruppen der Rennrad-Reifen. Er besitzt in der Mitte des Reifens ein sehr flaches und enges Profi und hat an der Seite normale Stollen, um den Seitenhalt des Reifens zu gewähren. Somit hat er einen sehr geringen Rollwiderstand, jedoch noch genügend Seitenhalt um mal ins Gelände zu fahren. Passende Reifen sind der Furious Fred aber auch der Conti Speed King.

Neben den unterschiedlichen Profilen gibt es natürlich auch unterschiedliche Qualitäten der Reifen. Hauptmerkmal hierfür ist die Angabe TPI an der Karkasse, also der Seitenwand des Reifens. TPI – Trades per Inch – gibt also an, wieviele Fäden pro Zoll die Karkasse besitzt. Je weniger TPI die Karkasse besitzt desto mehr Gummi muss zugemischt werden. Das bedeutet: der Reifen wird schwer. Das liegt zu meist im Bereich von 60-120TPI. Die sehr hochwertigen Reifen haben eine Karkasse vom 180-220TPI, wobei die 220TPI Karkasse schon eine sogenannte Baumwoll-Karkasse ist, welche ohne Gummizusatz stabil genug ist. Ein sehr großer Vorteil dieser Reifen ist, dass sie sehr leicht sind und durch die hochwertige Karkasse sehr gut walken, dadurch dementsprechend mehr Grip haben und trotzdem stabil genug sind.

Der Pannenschutz wird zumeist ganz einfach erreicht, indem die Hersteller nur noch eine Kevlar- oder Aramidlage mehr in das Profil einarbeiten. Das bringt zwar etwas mehr Sicherheit, macht den Reifen aber um einiges schwerer. Der beste Pannenschutz ist und bleibt das NOTUBES-System, welches im Falle eines Loches es sofort wieder verschließt.

Euer Alex

2 Antworten
  1. Martin says:

    Schöner Beitrag über die verschiedenen Reifenprofile beim MTB und welches Profil für welchen Untergrund geeignet ist. Ich denke er ist für einige MTB-Neulinge gut geeignet welche sich in die Reifen Materie einarbeiten wollen.

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