Inside BIKE Trans Germany

Nach den Rennberichten fragen sich sicherlich einige, was alles dazu gehört, eine solche Tortour zu machen…

Natürlich kann man so eine Trans Germany mit 660km und 15000Hm nicht einfach mal so abspulen. Für eine halbwegs „angenehme“ Woche, wobei man sich auch zwischen den Etappen ein wenig erholen kann, bedarf es einer sehr genauen und strategischen Planung.

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Alles beginnt mindestens einen Monat vor Abreise.

Es müssen Hotels bzw. Pensionen gebucht werden, ein ausreichend großes Auto wird benötig und einen Betreuer für die kleinen Dinge des Lebens muss gefunden werden. Bei den Übernachtungen haben wir darauf geachtet, dass die Entfernung zum Ziel nicht all zu weit ist, damit bei kaltem Wetter schnell warm geduscht werden kann. Das Auto sollte genügend Platz für Fahrer, Fahrräder, Gepäck, Ersatzmaterial und den Betreuer haben, der T5 vom RC-Dresden (bereitgestellt von unserem Sponsor Autohaus Pirna) war der perfekte Begleiter! Der Background bei so einer Etappenfahrt ist natürlich mit am wichtigsten. Zum Einen muss der Betreuer die Verpflegung auf der Strecke übernehmen – zum Anderen muss er natürlich am besten noch vor Zieleinfahrt in der Unterkunft einchecken. Zur Aufgabe des Betreuers gehört natürlich auch die Organisation, dass z.b. die Wäsche gewaschen wird, die Trinkflaschen gereinigt werden und ein Termin bei der Physiotherapie vereinbart wird. Das Arbeitsgerät – die Räder – wurden natürlich von Technical Service von Scott wieder flott gemacht. Putzen, ölen, Schaltung nachstellen usw. gehören zu den Standarddingen die nach jedem Wettkampf zu machen sind.

Wer jetzt denkt, dass man als Fahrer nur auf der faulen Haut liegt, ist weit gefehlt. Man fährt jeden Tag zwischen 3-5 Wettkampfstunden – quasi am Anschlag. Danach geht man duschen, dehnt sich, geht zur Physio und versucht einfach nur zu relaxen. Spätestens nach dem dritten Tag ist man so am Ende, dass man auf jede regenerative Minute hofft, die man bekommen kann.

Natürlich übersteht man so eine Woche nicht nur mit Nudeln, Pommes und Currywurst. Um das Immunsystem intakt zu halten und die Eigenzerstörung der Muskelmasse zu hemmen, gehören auch Nahrungsergänzungsmittel zum Alltag. Selbstverständlich alles auf legaler Basis 😉 Neben viel Obst, Gemüse und Kohlenhydraten gehört der Eiweiß-Shake, zusätzliches Vitamin C und Aminosäuren wie z.B. BCAA und Glutamin zur täglichen Ernährung dazu. Eiweiß und Aminosäuren sind die wichtigsten Mittel die bei solch enormen Belastungen benötigt werden, da diese zur Erholung der am meisten belasteten Muskeln beitragen. Jetzt muss natürlich niemand Angst haben, dass man sich nur mit Chemie vollstopft – die meisten Präparate sind auf pflanzlicher Basis – aber in konzentrierter Form.

Je nach Körper braucht man ca. 1-2 Wochen um muskulär und physisch wieder voll auf der Höhe zu sein. Ich hoffe, ich konnte Euch in paar Hintergründe von solche einem harten Etappenrennen aufzeigen. Gegen einen Zeckenbiss mit nachfolgender Infektion, wie es bei mir der Fall war, kann man sich leider noch nicht schützen…

Euer Alex

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