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Der Klassiker

In den 90ern besaßen die Gore Ride On Züge großen Kultstatus. Dabei spielten nicht nur die verfügbaren Farben, sondern natürlich auch die Qualität der Züge eine Rolle. Nach langer Abstinenz hat die Firma Gore ihre Züge 2007 wieder neu aufgelegt. Jetzt fällt die Farbauswahl zwar biederer aus als früher (nur Schwarz und Weiß erhältlich), was der Qualität aber sicher keinen Abbruch bereitet. Neu ist unter anderem: Die Beschichtung ist trotz der Tatsache, dass sie 10 mal dünner ist, deutlich stabiler geworden und muss zur Montage im Klemmbereich nicht mehr aufwändig demontiert werden!

Angeboten werden dabei zwei Versionen. Einmal die normale Variante „Low Friction„, welche prinzipiell für Rennräder gedacht ist. Die Bremszüge besitzen nur Nippel für Rennradbremshebel und lassen sich somit nicht am MTB einsetzen, außer man fährt mit Rennbügel, wie John Tomac bei der Downhill-WM 1990 in Durango. Die Schaltzüge sind nippeltechnisch zwar kompatibel mit dem Geländerad, jedoch von Gore dafür nicht vorgesehen. Denn hierfür gibt es, eine dem Einsatzzweck besser angepasste, zweite Variante: die „Low Friction sealed„.

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Das MTB-Sytem besitzt denselben beschichteten Innenzug wie die normale „Low Friction“- Variante. (Ich war echt überrascht, wie glatt sich die Züge anfühlen!) Darüber hinaus wird hier ein durchgehender Liner (also ein Schlauch um den eigentlichen Zug) verwendet. Dieser schützt den Zug zwischen den Kabelstoppern des Rahmens vor Wasser und Schmutz und sorgt damit für leicht gleitende Züge, auch unter den widrigsten Bedingungen!

Doch man hat noch weiter gedacht: Da sich der Zug im Betrieb ein Stück aus dem Liner und wieder zurück bewegt, würde er somit Dreck in das Innere des geschlossenen Systems bringen. Um dies zu verhindern wird das letzte Stück Zug mit einem Faltenbalg abgedichtet.
Das System mit Liner hat gegenüber komplett durchgehend verlegten Außenhüllen zwei Vorteile: es werden keine speziellen Kabelstopper am Rahmen benötigt und durch die eingesparten Außenhülle-Stücken wird das Ganze ein wenig leichter. 😉

Grüße Andy

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1 Antwort
  1. Reiko H says:

    Hatte die Züge zwei Jahre an meinem Wettkampfbike. Ergebnis ist das ich sie wieder gegen Nokons getauscht habe. Präzission und Leichtgängigkeit sind hier einfach unvergleichlich. Die Gore sind gerade bei einem Marathon bei kälteren Bedingungen von Nachteil, weil man zum Schalten einfach mehr Kraft aufwenden muss.

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