Natascha Binder -> Trickkiste

Schutzblech im Rennen?

Transgermany 2010, 1. Renntag: Wecker klingelt, Fenster auf und… es regnet in Strömen. Wie die Wirtin verkündet tut es dies seit 4 Wochen. Die Strecke führt durch Wälder, das heißt: Schlammschlacht ist angesagt. Stellt sich mal wieder die Frage: Schutzblech ja oder nein? Ich persönlich bin kein Fan von Schutzblechen, oder Mud Defendern, wie sie auf neudeutsch so schön heissen. Ich sehe beim Rennen gerne mein Vorderrad, mich ärgert das Geschlacker, ich verliere die Dinger immer und mich ärgert das Gewicht. Ein Schutzblech wiegt 110 Gramm (die Befestigungskrampe mal gar nicht mitgerechnet) und bietet zudem jede Menge Angriffsfläche für den Matsch, der an der Unterseite des Schutzbleches kleben bleibt. Nach einem Matschrennen wiegt das Ding dann mal locker 2 kg.

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Bei allem Gewichtsfetischismus ist es durchaus von Vorteil beim Rennen die Strecke zu erkennen. Ich erinnere mich an St. Wendel 2005, wo das nicht immer gut möglich war.

Matschbiker

Eine perfekte Alternative zu teuren Schutzblechen sind ein Stück LKW-Plane und 4 Kabelbinder. Alles zusammen wiegt knapp 10 Gramm und schützt genauso zuverlässig gegen eine ungewollte Fangopackung im Gesicht. Zudem lässt sich DIESES Schutzblech in jeder Werkzeugkiste verstauen.

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Montageanleitung: Je nach Gabellänge schneidet man das Stück Plane so zu, dass es so lang ist wie der Abstand zwischen unterer und oberer Gabelbrücke und so breit wie die beiden Gabelholme. Mit einem Papierlocher stanzt man 4 Löcher in die 4 Ecken der Folie und befestigt diese wie auf der Abbildung gezeigt an der Gabel. Darauf achten, dass die Folie nicht zu stramm sitzt, damit ein bißchen „Luft“ vorhanden ist wenn die Gabel nach dem Einfedern abrupt ausfedert.

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LKW-Folie gibt es im Internet oder bei Markisengeschäften. Wenn man nach Resten fragt, bekommt man diese sogar oft gratis.

Viel Spaß beim nächsten Matschrennen!

Bis bald,

Eure Natascha

P.S.: An der Folie bleibt relativ wenig Matsch hängen, jedoch am Unterrohr Eures Bikes. Also wischt beim Rennen öfter mal mit der Hand am Unterrohr entlang – damit entfernt Ihr jedes mal mindestens ein Pfund Matsch.

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