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TransAlp 2010: Etappe 1 – Einrollen mit Hürden

TA 2010 1E #1

Nachdem die Fahrt gestern nach Füssen zügig und angenehm war, gab es leider noch eine Menge an den Rädern zu schrauben. Trotz vorhergehender Nachtschicht in Dresden war nicht alles fertig und an Janas Rad musste noch die SRM Kurbel montiert werden. Es war aber nicht so einfach den Tretlager-Sensorgeber am Stevens-Rahmen mit 73mm Tretlager und massivsten Carbongehäuse unter zu bringen. Zum Glück war Stefan von Kempen sogar Freitag 18:00 Uhr  noch bei SRM zu erreichen und gab uns ein paar Tipps. Unsere Montageausführung sollte dann aber heute noch Nachwirkungen haben… Als wir dachten mit Allem fertig zu sein, brachte ein Griff an Janas Bremshebel die unerfreuliche Erkenntnis, dass die hintere Bremse keinerlei Druck mehr aufbaute. Also noch schnell eine neue Bremse drangebaut. Auf das Rollen verzichtet, und schön schwere Beine vom vielen Rumstehen bekommen. Da bei einem Etappenrennen das Frühstücken immer schwerer fällt, konnten wir es natürlich heute noch angenehm schnell hinter uns bringen. Danach haben wir uns schön in den Startblock A diskutiert, denn da  kommen eigentlich nur Lizenzfahrer rein, und ich habe ja keine. Später wurde uns dafür sogar von einem UCI-Mann  noch 100 € Strafe angedroht.

Auf der Strecke ging es gemütlich aber hektisch los, denn so viele MTB-Fahrer in einem Pulk ohne entsprechende Erfahrungen bringen immer viel Spannung und Beinahestürze.

Nach kurzer Zeit habe ich gemerkt, dass mein linker Bremshebel samt Schalthebel nicht richtig festgezogen war und sich bei jedem Schalten nach oben dreht. Er hat aber wenigstens bis zum Schluss das Rad nicht verlassen. Mein Pulsgurt wollte kurz danach auch keine Daten mehr an die SRM Powercontrol senden. Jana war der Meinung, dass ihre 180 vielleicht unsere addierten Pulswerte sein könnten. Da es heute über längere Strecke nicht sehr bergig war, konnte nur die Vorbeifahrt am Schloss Neuschwanstein als Highlight zählen. Später wurde es dann aber doch noch steil. Und jetzt kommt wieder unsere gestrige Bastelarbeit ins Spiel: Da wir nicht, wie empfohlen den Tretlagermagneten festgeklebt haben, sondern Gewebeklebeband verwendeten , musste sich dieses natürlich gleich bei der ersten Benutzung des kleinen Kettenblattes lieber mit diesem verbinden und dafür aber den Magneten an die Kette abgeben. Das hatte eine kleine Reparaturpause zur Folge und von da an fehlten natürlich leider Janas Wattzahlen. Kurz vor dem höchsten Punkt der heutigen Etappe ging es noch einen schönen steilen Skihang hoch, gefühlte 25% Steigung, 90% aller Fahrer haben geschoben. Jana hat hier auch mal das Ausklicken geübt: Für ihren gleich folgenden Stunt auf der Abfahrt. Nachdem sie erst sagte, sie fährt ganz langsam bergab, zeigte sie mir dann das Gegenteil… beim Überholen eines langsameren Fahrers kam eine leichte Unkonzentriertheit auf und führt zum schlagartigen Kontakt mit groben Schotter. Nach dem ersten Schock ging es aber zum Glück erstmal weiter und Jana biss die Zähne zusammen. Im Ziel durfte dann das rote Kreuz die Steine aus ihrem Bein kratzen. Sportlich gesehen lief es also heute nicht so gut, aber es gibt noch 7 Etappen und wir können dafür sicher sein, es nicht zu schnell angegangen zu haben. Und jetzt ist gleich um Zehn Bettruhe. Übrigens in einem alten Bauernhaus von ca. 1400 …

Grüße

Ronald

TA 2010 E1 #2

TA 2010 E1 #3

2 Antworten
  1. Karl Koller says:

    Hallo Jana, hallo Roland,

    ich war als Solofahrer immer in euerer Nähe und hab euch bewundert, wie ihr nach jeden Defekt Aufholjagden gestartet habt.

    Die Verletzung konnte ich beim abendlichen Massagetermin bewundern *g.

    Schöne Grüße aus Tirol
    Karl

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