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TransAlp 2010: Etappe 5 – Pannenserie 2.0

Heute starte ich mal mit dem rein technischen Bericht:

– VR Jana verliert nach Flankenschnitt Luft 1x Nachpumpen mit Minipumpe, da CO2 -Pumpe nicht funktioniert (5min Zeitverlust)

– VR Jana nochmal Nachpumpen mit Standpumpe bei Kay an der Verpflegung (3min Zeitverlust)

– nach ca. 6 Kehren Mortirolo Passauffahrt verklemmt sich bei mir wiedermal die Kette zwischen Nabenflansch und Kassette, da so auch der Freilauf verklemmt ist, kann man noch nicht mal Schieben. Nach hilflosen versuchen bin ich dann die Serpentinen radtragend wieder runter gerannt, da in Kehre 1 ein paar Betreuer vom Mooove Team standen. Nach einiger Zeit haben wir dann das Kettenschloss geöffnet und mit viel Gewalt irgendwie die Kette wieder rausbekommen (20min Zeitverlust für mich, Jana fuhr weiter)

– HR Jana Flankenschnitt, kurz bevor ich sie hoch zum Mortirolo-Pass wieder eingeholt hatte, diesmal ziehen wir einen Schlauch ein, und pumpen mit der Minipumpe auf (10min Zeitverlust)

– VR Jana verliert weiter Luft, am Mortirolo-Pass stehen zum Glück wieder Leute vom Mooove Team und haben eine Standluftpumpe, damit wir auch im VR von Jana einen Schlauch einziehen können (10min Zeitverlust)

– die 2. Lockoutstufe an meiner DT Gabel ist nun auch noch ausgestiegen, d.h. es gibt nur noch total starr oder ungedämpftes Federn

– einmal Lenker gerade drehen bei Jana nach Sturz

Wir hatten heute richtig gute Beine und hatten uns alles perfekt eingeteilt um am heutigen längsten Anstieg nach 70km richtig Plätze zu machen. Die einzelnen Zeitverluste addiert geben leider auch nur einen Teil der Wahrheit wieder, da es natürlich in Flachstücken nicht unwesentlich ist, in der richtigen Gruppe zu sein bzw. Kontakt zu schnellen Leuten zu haben. Da verliert man in unserem Fall, wenn man die dann verpasst, eben nochmal extra Zeit. In den Abfahrten haben wir natürlich wieder Zeit liegen lassen, aber diesmal hätte es locker für die Top Ten gereicht. Zu allem Überfluss wurde Jana dann ja auch leider noch bergab von einem der zahlreichen sinnlos aggressiv fahrenden männlichen Hinterbänklern umgefahren und stürzte.

TA 2010 E5 #9

Heute Morgen ging die Startaufstellung gleich mal mit einer Schweigeminute für einen des nächtens verstorbenen Fahrer los. Echt beklemmendes Gefühl! Später erfuhr ich dann, dass es wohl Heinrich Schmieder, ein Schauspieler, den einige sicher aus unserem „Tatort“ kennen, war.

Naja, nachdem die Gesamtwertung nun mit dem heutigen 16. Platz endgültig versaut ist, haben wir die Freiheit in den nächsten Tagen es einfach mal laufen zu lassen und nicht mehr darauf achten zu müssen bei der nächsten Etappe möglichst auch noch fit zu sein 😀

Jana hat jetzt neue Raceking mit weißer Seitenflanke. Die sind etwas robuster, bei mir halten sie schon seit Etappe 1 ohne schlimmere Blessuren. Immer wieder ist es auch eine große Hilfe, dass ich auf der SRM genau sehe wie viel Watt ich trete und dann genau in meinem Zielbereich bleiben kann. So immer ca. an der anaeroben Schwelle. Na gut, heute mit der Pannenwut war es dann auch öfter mal mehr. Echt nicht schön am Tag mehrmals immer wieder die gleichen Leute zu überholen. Heute Morgen war wieder ein schöner Stau an den ersten Bergen. Auf dem Foto sollte es gut zu erkennen sein, wo wir uns täglich durcharbeiten müssen. Morgen wollen wir mal versuchen im Block wenigstens ganz vorne zu stehen. Ist aber schwierig mit dem Warmfahren, denn das geht ja nicht im Startblock. Wir haben einen Plan…

Landschaftlich natürlich wieder traumhaft, die Bilder können es eigentlich kaum wiedergeben. Und da wir gestern dachten, mehr Staub geht nicht, wurden wir heute eines besseren belehrt… Oops schon 22:05 , ab ins Bett!

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