Game over? – FRM-Racing auf der ersten Etappe der TransAlp 2012

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ht=“150″ />Gestern startete nun die bike TransAlp Challenge mit der ersten Etappe von Oberammergau nach Imst. Es standen circa 96km und 2200hm auf dem Programm und das Wetter machte es allen Fahrern sehr schwierig einen guten Einstieg zu finden. Wie sich Agnes und Ronald auf dem ersten Teilstück geschlagen haben, beschreibt nun Ronald:

„Wie immer hatte ich mir dieses Mal vorgenommen, alles rechtzeitig vor der Abfahrt fertig zu haben: alle Taschen schon ein Tag eher gepackt zu haben, in der Nacht vor der Abreise nicht mehr am Rad zu bauen und eben einfach Stress zu vermeiden. Wie immer hat es nicht wirklich geklappt. Zwar war dieses Mal mein Rad fast fertig, nur ein sich im Neuzustand kaum drehende HR-Nabe musste noch an den Dichtungen behandelt werden. Dafür hat Jens das Rad von Agnes Freitag erst recht spät in die Hände bekommen. Wir entdeckten noch eine Menge Arbeit: komplett Bremsen wechseln und etwas Pflege für so ziemlich alles 😉 Außerdem wollten wir unbedingt noch auf 3-fach Kurbel umbauen, da sich eine große Übersetzungsbandbreite in den Alpen einfach gut macht. Bergauf immer flüssig genug, auf den langen Abfahrten immer „dick“ genug. Jedenfalls mussten dazu Schalthebel und Umwerfer gewechselt werden. Da wir nur eine 170mm-Kurbel für Äggy haben, mussten wir an der Zweifachkurbel den 3fach Spider montieren und das Ganze dann noch an einem Rahmen, wo kaum Platz für 3 Kettenblätter ist. Mit dem Abfeilen der Schraubenlochbögen am kleinen Kettenblatt fand das ganze Vorhaben dann seinen Höhepunkt. Achso, nicht zu vergessen, das Ganze bei strömenden Regen und Dunkelheit. Agnes fährt jetzt 22/32/42 und ich fast genauso, nur mit 44er. Ein Kompromiss in Sachen Kettenlinie, da alles ab 44/30 kaum noch fahrbar ist. Dafür kann man mit 32 vorne eigentlich eine Menge fahren ohne zu schalten. Schluss mit Technik.

Da ich ein Schönwetterfahrer bin, war ich heute Morgen gleich „hochmotiviert“ beim Anblick des verregneten Oberammergau. Also gleich die schwarze Touristenregenmontur angezogen. Heute nicht FRM sondern Stealthmodus. Leider hat mein Körper nach dem Start auch nur den Touristenmodus gefunden und ich hatte seit langem mal wieder echt keine Luft. Vielleicht sollte ich Asthmaspray auch in 40g Kartuschen kaufen :/ Naja, ich ließ Äggy und die erste Gruppe ziehen und hoffte, dass es wieder besser wird und ich nach vorne zurück fahren kann. Es ging mir aber so schlecht, dass ich echt ganz schön zurückfiel. Dann machte ich leider auch noch den Fehler einer kurzen „Pinkelpause“ und so eine Art „hinteres Hauptfeld“ fuhr an mir vorbei. Das Ganze genau vor einem ersten Singletrail, kein Vorbeikommen möglich. Es wurde geschoben, gestanden, geschimpft. Agnes hat dann an unserer 1. Verpflegung bei KM 39 auf mich gewartet, weil Sie Angst vor der 2 Minutenregel hatte. Diese besagt, dass Teampartner an jeder Zeitmessung innerhalb von 2 Minuten passieren müssen, sonst droht eine Disqualifikation. Inzwischen ging es mir wieder besser, aber mein Plan vor zu fahren war dahin, denn Agnes war ja jetzt hinten bei mir… und natürlich auch nicht mehr sonderlich motiviert sich zu quälen, den MixedTeams unserer „Kragenweite“ mühsam die Minuten wieder abzuringen, ohne diese wahrscheinlich dabei nochmal zu sehen. So ist dann jeder von uns in seinem persönlichen GA2-Tempo auf den letzten Berg gefahren. Wenigstens habe ich das offizielle Schiebestück auf den letzten Metern zum Marienbergjoch fahrend zurückgelegt. Oben beim Warten auf Agnes hat es natürlich sofort wieder in Strömen geregnet. Die Zeit habe ich dann mit etwas „Aufwärmgymnastik“ überbrückt, zum Glück hat es niemand gesehen! Dann ging es nur noch bergab 20km und wir waren im Ziel in Imst. Ich will gar nicht wissen, wie wir platziert sind. Darüber soll bitte geschwiegen werden 😀 In jedem Fall war es der schlechteste Start in die TransAlp, den ich bisher hatte und jegliche Ambitionen in der Gesamtwertung sind somit nach Etappe1 eigentlich schon begraben. Ich hoffe wir werden aber wenigstens noch ein paar gute Etappenergebnisse haben, die eher wiedergeben, wo wir eigentlich stehen. ciao bis morgen, Ronald“