Ein ganz normales Wochenende

Zur Zeit ist im Wettkampfgeschäft gerade Sommerpause – ja auch das gibt es…

Das heißt, dass an den Wochenenden im Juli in der Regel sehr wenige bzw. gar keine Wettkämpfe stattfinden. Das dient dazu, sich nach den Dauereinsätzen seit Ende April ein wenig zu erholen. Wenn man bis jetzt fast jedes Wochenende und manchmal auch mehrere Tage hintereinander bei Wettkämpfen war, baut der Körper allmählich ab. Das Immunsystem wird schwach (u.a. die Ursache für die häufig verbreitete Sommergrippe), die roten Blutkörperchen werden weniger und somit sinkt die gesamte Leistungsfähigkeit. (außerdem die Moral und die Motivation, welche im Somemr ein kleines Zwischentief erleidet…) Eigentlich auch nachvollziehbar, wenn im Sommer bei 30° alle ins Schwimmbad gehen, müssen dürfen wir Sportler 5h Radfahren.

Diese Zeit im Sommer nutzen wir für ausgiebige RR und MTB Touren – im Fachjargon auch „Grundlagenausdauer“ (GA) genannt. Dieses GA Training ist die Mutter allen Trainings. Das Fettstoffwechsel Training trainiert den Körper so lange wie möglich, die benötigte Energie aus den Körpereigenen Fettreserven zu holen. Würde man zu schnell, also im zu hohen Pulsbereich fahren, kommt die Energie aus den Kohlehydrat Reserven, welche jedoch nicht so groß und langlebig sind. Außerdem bildet der Körper bei solch ruhigem Training rote Blutkörperchen im Knochenmark, welche wiederum den Sauerstofftransport um Blut verbessern (ohne Doping).

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An diesem Wochenende war es nun wieder an der Zeit eine lockere schöne GA Einheit auf dem Rennrad zu absolvieren. Leider hatten wir das „Pech“, dass dieses Wochenende auch die Tour de France gestartet ist, was unwiderruflich dank dem Comeback von Lance Armstrong in den Köpfen der Menschen ist. Da sich natürlich niemand vorstellen kann, dass man Trainieren muss wenn man Wettkämpfe bestreitet, wird man des Öfteren des Dopings beschuldigt. Deshalb muss man sich innerhalb von 5h Training ca. 5 – 8 Mal als Dopingsünder beschuldigen lassen. Die Top drei der Straßenrandsprüche sind ganz klar:

1. „Oh – hier kommt die Tour de France!“
2. „Die sind doch alle gedopt!“
3. „Schneller, schneller Jan (oder auch Täve oder Lance).“

Wenn man sich das alles zu Herzen nehmen würde, würde man spätestens nach der dritten Trainingseinheit an Depressionen leiden. Deshalb kommt eine kurze witzige Antwort genau richtig. Sie führt meist zum erstaunten und ernüchterten Gesichtern:

zu 1. „Nein – wir sind gesperrt.“
zu 2. „Wer hat der kann.“ (Wer Zeit und Lust hat, kann dies auch für einen Verleumdungsklage nutzen.)
zu 3 „Geht nicht – ich bin schon am Anschlag.“

Also immer daran denken: „Wer lange langsam fährt, fährt länger schnell.“

Euer Alex

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