Sram treibt die Entwicklungen auf dem Schaltungsmarkt mal wieder voran.
Mit der XX wurde der Trend vieler Racer zu zwei Kettenblättern aufgegriffen und durch die Einführung des 11-36er 10-fach-Ritzelblocks für Normalsterbliche fahrbarer gemacht. Nun wird auch der Trend zu 1-fach-Kurbeln (dazu konntet Ihr hier schonmal was lesen) aufgegriffen.

Dabei hat man nicht nur die Übersetzungsbandbreite vergrößert, sondern auch noch weiter nützlich Features hinzugefügt.

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Um die Einsetzbarkeit der neuen 1-Fach Gruppe nicht nur auf superfitte Racer zu beschränken, wurde die Anzahl der Ritzel auf 11 erhöht. Das kleinste Ritzel besitzt 10 (statt der üblich kleinsten 11 Zähne) und das größte Ritzel weißt nun stattliche 42 Zähne (vorher regulär 36). Da aber ein solches Ritzelpaket nicht auf den etablierten Freilaufkörper passt, wurde der XD-Freilaufkörper entwickelt. Dabei wird ein Lockring in eine, aus der XX bereits bekannten, X-Dome Kassette integriert und die Verzahnung zwischen Freilaufkörper und Kassette auf den Bereich des Größten Ritzels reduziert.

Neben der Vereinfachung gehört zu den Vorteilen eines 1-fach-Antriebs die bessere Kontrolle der Kette. SRAM verbaut beim X-Horizon Schaltwerk die bereits bekannte Type2-Dämpfung.

Doch der eigentliche Clou liegt in der neuen Gestaltung des Schaltwerks. Dabei bewegt sich das Parallelogramm nur in horizontaler Richtung. Somit ist die (seitliche) Stellung des oberen Schaltröllchens unabhängig von Kettenschlägen. Damit die vertikale Position des Schaltröllchens zu den verschieden großen Ritzeln stimmt, wurde es deutlich zum Käfigdrehpunkt versetzt. Somit schwenkte es beim Spannen des Käfigs mit. Als kleines „Schmankerl“ wird am Schaltwerk noch eine Umlenkrolle für den Schaltzug verwendet, um den Verschleiß und die Bedienkräfte zu verringern. … der Avid Rollamajig lässt grüßen!

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Auch die Kettenblätter sind speziell gestaltet. Sie weisen abwechselnd schmale und breite Zähne auf. Somit sind die Zähne auf die unterschiedlichen Abstände zwischen den Innen- und Außenlaschen der Kette abgestimmt. Auch dies soll der Führungssicherheit der Kette zu Gute kommen. Das Gesamtkonzept soll so gut funktionieren, dass auch ohne vordere Führung die Kette nicht vom Blatt fällt. Laut den ersten Erfahrungsberichten, scheint das auch gut zu funktionieren.

Insgesamt ergibt sich mit der neuen Topgruppe eine cleane aber auch spezielle Optik mit einem riesigen 42er Ritzel und einer Kurbel mit einem einzelnen kleinen Kettenblatt ohne jegliche Anbauten. Die Einfachheit der Schaltung und die Kontrolle der Kette sprechen für die neue Gruppe. Doch bleibt die XX1 eine Gruppe für Spezialisten, die die eingeschränkte Bandbreite nicht stört, oder wird das die Zukunft für die Schaltung am MTB?

Viel Spaß beim reduzieren eures Antriebs!

Andy

Teil I

Teil II

NACH DER ETAPPE / REGENERATION

Im Ziel je nach Wetterlage Windjacke anziehen und ggf. Mütze aufsetzen. Gemütliches Sit-in im Ziel mit Kuchenstücken ist schön und kann man machen, für die Regeneration ist es jedoch besser, im Ort eine Portion Nudeln zu sich zu nehmen und somit die Glykogenspeicher zu füllen. Ein Recovery-Drink möglichst zeitnah nach der Zielankunft liefert den angeschlagenen Muskeln die nötigen Proteine, um das Pedalierwerkzeug wieder instand zu setzen.

Im Hotel dann ab unter die Dusche und 30 min bis 1 Stunde Füße hoch und wenn möglich schlafen. Danach Kompressionsstrümpfe anziehen und das Bike für den nächsten Tag vorbereiten (Antrieb und Schaltröllchen reinigen, Kette wachsen (Holmenkohl Kettenwachs ist ideal), Schaltung kontrollieren, Mäntel auf Defekte prüfen, Luftdruck kontrollieren.
Danach zur Pastaparty. Nach ein paar Tagen stellt sich das Bedürfnis ein, ein wenig Ruhe zu haben. Da ist es ratsam auf der Pasta-Party nur ein Häppchen zu sich zu nehmen und sich zwischendurch mal ein großes Steak in einem ruhigen Restaurant zu gönnen.

Belohnung ist sehr wichtig: überlegt Euch vor oder während der Tour etwas, womit Ihr Euch im Ziel belohnt. Ich persönlich kaufe mir in Riva immer im gleichen Geschäft ein paar Schuhe ;o)… und da freu ich mich die ganzen 8 Etappen drauf!

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erster Teil

ANREISE

Im Idealfall reist Ihr 2-3 Tage vor dem Rennen an. Die Startorte sind meist sehr idyllisch und ein Aufenthalt 1-2 Tage vorher weckt die Vorfreude. Außerdem kann man den ersten Streckenabschnitt schon einmal abradeln. Jedoch nicht mehr zu viel trainieren. Ideal ist Donnerstags Pause und Freitags 1-1,5 Stunden lockere Tour mit 3 kurzen Sprints. Startunterlagen mitnehmen und Bike rechtzeitig rennbereit machen (Startnr. befestigen, letzter Materialcheck). Beim Packen zuhause berücksichtigen, dass vor Ort alles in EINE Transalptasche (die bekommt Ihr mit den Startunterlagen ausgehändigt) hineinpassen muss.

WAS NIMMT MAN MIT AUF DIE ETAPPE?

Ins Trikot gehört im Gebirge eine dünne Windjacke (z.B. Sportful Hotpack), die Verpflegung für die Tour (Daumenregel: alle 30 Minuten 1 Riegel oder Gel), Kettennieter, Kettenschlösser (Achtung: darauf achten ob Ihr 9fach oder 10fach fahrt). Unter den Sattel klebt Ihr einen Ersatzschlauch (im Gefrierbeutel verpackt und vor der Tour auf Defekte gecheckt).

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Kartusche mit Aufsatz oder Pumpe entweder an der Sattelstütze mit Tape befestigen oder ins Trikot stecken (ich persönlich stecke mir ungern kantige Gegenstände ins Trikot wegen der Verletzungsgefahr im Falle eines Sturzes). Ein Stück doppelseitiges Teppichverlegeband ist hilfreich wenn der Mantel einen Schlitz hat und sich ein Schlauch durch den Schlitz drücken könnte. Dieses legt Ihr im Falle einer Panne in den Mantel um den Schlauch vor Verletzung zu schützen.

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Autorin:

Dr. Natascha Binder (promovierte Biochemikerin)
4-fache Transalpfinisherin (2 mal Platz 2 im Damenteam)
4-fache Amateur-Weltmeisterin (2009-2012)
Marathon-Spezialistin im Team „FELT ÖTZTAL X-BIONIC“ seit 2010
Personal Trainerin, Coach und Mentaltrainer in Düsseldorf, Focus Rad- und Laufsport

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Die Bike Transalp ist ein großartiges Erlebnis. Ihr habt Euch wochenlang vorbereitet und das große Ereignis steht nun bald vor der Tür. Ganz gleich, wie es Euch unterwegs ergeht: das oberste Ziel ist gesund und guter Dinge in Riva anzukommen. Wenn Ihr mit Eurem Teampartner vor dem Start schon befreundet seid, solltet Ihr es auch bei Ankunft in Riva noch sein… denn es ist „nur“ ein Rennen. Es ist obendrein ein Teamrennen. Ohne Teamgeist geht nichts!

TEAMGEIST

Das ideale Team ist bergauf wie bergab gleich stark und hat an keinem Tag der Tour einen Hänger. Das wäre der Idealfall… der tritt jedoch so gut wie nie ein. Normalfall ist, dass ein Partner der Stärkere ist. Im Laufe der Tour kann sich das ändern, z.B. wenn ein Infekt ins Spiel kommt oder der anfangs vermeintlich Stärkere am Ende abbaut, weil 8 Etappen doch etwas anderes sind als ein Einzelrennen. Der stärkere Fahrer fährt oft deutlich unter Limit und manchmal schleicht sich das Gefühl ein, der andere würde sich nicht genug anstrengen. Das ist meist mitnichten der Fall und Kommentare wie „nun streng Dich doch mal an“ etc. bringen gar nichts, außer dass sie die Stimmung im Team verhageln. Besser ist es, von Anfang an die Kräfte untereinander aufzuteilen.

Hier ein paar Tipps, wie man dem Partner während der Tour helfen kann:

– Ziehen / Schieben: das Abschleppen mit Leine, wie es bis 2006 auf den Transalps teilweise sehr professionell praktiziert wurde, ist seit 2007 verboten. Allerdings ist das Schieben des Partners oder das sich-festhalten am stärkeren Partner erlaubt und hilft an langen Anstiegen. Schieben geht am Besten mit der linken Hand, da man dann mit der rechten Hand hinten noch die Ritzel schalten und somit den Gang dem Gelände anpassen kann. Festhalten geht ganz gut am Trikot, jedoch muss der Schwächere sich dann sehr konzentrieren da er einhändig fahren muss, was beim gezogen-werden schwieriger ist als beim Schieben. Ein kräftiger Schubs über Kuppen hilft dem Schwächeren schneller und kraftsparend in die nachfolgende Abfahrt zu kommen.

– Verpflegung: kommt ein Verpflegungsstand in Sicht sprintet der Stärkere mit beiden Trinkflaschen vor (Achtung: 2 Minuten-Regel: man darf sich nicht mehr als 2 Minuten vom Partner entfernen – daher nicht zu weit vorfahren, da vor den Verpflegungen meist Zeitnahmematten liegen) und füllt beide Flaschen. Der Schwächere kurbelt langsam weiter oder erholt sich am Stand während der andere die Flaschen füllt.

– Panne: Im Falle einer Panne flickt der Stärkere und der Schwächere assistiert (Schlauch rausholen und anpumpen) und versucht sich ansonsten in der ungeplanten Pause weitestmöglich zu erholen.

– Trikotfüllung: der Schwächere sollte so wenig wie möglich Ballast mit sich führen, denn jedes Gramm bremst am Berg. Falls möglich nimmt der stärkere Partner ihm etwas ab.

– Massage: ist abends nur noch ein Platz bei der Massage frei, so bekommt ihn der Schwächere

– Startblock: falls der Schwächere das Gefühl hat es könnte ihm nützen, sich etwas länger warmzufahren hält der Stärkere ihm einen Platz im Startblock frei (Achtung: man muss offiziell von hinten in den Startblock einchecken. Viele heben danach noch einmal das Rad aus dem Startblock, was jedoch offiziell nicht erlaubt ist).

– Fürsorge: falls Ihr Eure Bikes selber warten müsst, übernimmt der Stärkere an „ganz üblen Tagen“ die Wartung für den Partner, damit dieser sich in der Zeit ausruhen kann. Regeneration ist ohnehin das A und O während der Tour (mehr dazu später)

morgen gehts weiter…

Natascha

…zwischen Tschechien und Deutschland, auf dem Erzgebirgskamm.

Ab heute findet es wieder statt und wir werden mit unserem FRM Team sogar einen Stand vor Ort in Altenberg / Geising haben. Dieses MTB Etappenrennen ist berühmt berüchtigt für seine Streckenführung, welche wenig mit den üblichen Forstautobahnen gemein hat.

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Auch haben wir natürlich SieganwärterInnen in unseren Reihen. Tom Ettlich wird sicher Freitag beim Prolog und Samstag auf der Kurzstrecke für ein sehr gutes Erbniss sorgen. Besonders freuen wir uns auf Ann-Katrin Hellstern, welche für uns als Gastfahrerin startet. Sie konnte gerade letzte Woche beim UltraBikeMarathon in Kirchzarten die lange Distanz bei den Damen souverän für sich entscheiden. Unsere Stammfahrerin Agnes muss sich leider mit der Fertigstellung Ihrer Bachelorarbeit beschäftigen.

Sonntagnachmittag nach dem Zieleinlauf der 3. Etappe wird es an unserem Teamzelt sicher leckeren Kuchen und ein paar echte Thüringer Rostbratwürste geben. Sämtliche Informationen zur Veranstaltung findet Ihr unter www.madmission.de.

Bis gleich 🙂

Das Geschrei unter den Leichtbauern und MTB-Rennfahrern war groß, als Sram die neuen 10-fach-Gruppen ohne Drehgriffe auf den Markt brachte. Denn die intuitiven Schaltvorgänge und die Möglichkeit, alle Gänge auf einen Rutsch nach oben oder unten durchzuschalten, haben viele Fans. Darüber hinaus sind sie auch leichter als Trigger-Schalthebel.

Doch als Specialized-Top-Fahrer unter Sram-Fahnen Jaroslav Kulhavy mit einem XX-Schaltwerk und Drehgriffen zu sehen war, keimte bei vielen Fans Hoffnung auf. Und dann wurde es offiziell: eine neue Generation der Twister in der X.O- und der XX-Gruppe wird kommen!

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Nun sind die neuen Schaltgriffe auch bei uns eingetroffen! Mit knapp 180g ohne Züge sind die neuen Twister gewichtstechnisch ebenbürtig mit den alten 9-fach-Modellen.

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Etwas schockierend ist die Preisentwicklung: die 10-fach Twister kosten im Onlineshop das dreifache des alten Modells (jedoch preislich vergleichbar mit den 10-fach Triggern).

Zu Srams Verteidigung muss man aber klar sagen, dass die Hebel deutlich weiter entwickelt wurden. Die geschickt Verbindung mit den mitgelieferten Klemmgriffen über „Jaws“ ist dabei noch die einfachste Neuerung. Damit bilden Griff und Schalthebel eine feste Einheit. Die 76g schweren Klemmgriffe können jedoch auch gegen andere Griffe getauscht werden. Die Rasterung der Schaltung ist nun aus Metall und wird „Speed Metal“ genannt. Die Lagerung des Griffs übernehmen nun drei Kugellager (vorher zwei Gleitlager) mit dem Namen „Rolling Thunder“. Die 120 Kugeln pro Griff sollen die Reibung und das Spiel minimieren und ein leichtgängiges Schalten bei jedem Wetter garantieren.

Also dann dreht mal am Griff.

Andy

PS: „Rolling Thunder“ und „Speed Metal“ klingt doch mal nach Rockstar-Features!

Nachdem viele CC-Racer nur noch auf zwei Kettenblättern unterwegs sind, wird nun oftmals der Antrieb weiter auf nur noch EIN Kettenblatt reduziert. Dabei steht meist die Gewichtseinsparung durch das Weglassen von Bauteilen im Vordergrund. Aber die Vereinfachung des Antriebsstrangs bringt noch weiter Vorteile mit sich: Es kann ein Schaltwerk mit kürzerem Käfig gefahren werden. Das sieht nicht nur besser aus, sondern sorgt auch für mehr Kettespannung. Außerdem wird eine potentielle Quelle für Schaltfehler ausgemerzt!

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Abgesehen von dicken Beinen hilft eine Kassette mit einer breiten Abstufung, um mit einem Kettenblatt im Gelände auszukommen. Während im Gravity-Bereich teilweise sogar kleine Rennrad-Kassetten benutzt werden, wird es mit konventionellen MTB-Kassetten am Berg (entweder hoch oder runter) schnell eng. Durch die Einführung von 10-fach Antrieben im MTB-Bereich sind Ritzelblöcke mit 11-36 Zähnen verfügbar.

 

Foto II

KCNC bietet inzwischen sogar eine Kassette mit 11-38 Zähnen und Titanritzeln an, womit die Bandbreite weiter vergrößert wird. Aber auch hier ist die Bandbreite immer noch eingeschränkt im Vergleich 2-fach Kurbeln und einem eng abgestuften MTB-Block. Deswegen sollte die Kettenblattgröße evtl. mit etwas mehr Sorgfalt ausgewählt werden bzw. sogar auf einzelne Strecken angepasst werden.

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Neben der Bandbreite der Kassette sollte an die Führung der Kette auf dem Kettenblatt gedacht werden, denn ohne geht es im Gelände gar nicht! Die leichtesten Versionen entsprechen quasi einem festen Umwerfer, so wie die 38g leichte Führung von Shift Up. Oft funktionieren diese Führungen gut genug. Wirklich sicher geführt ist die Kette mit Führungen ober- und unterhalb des Kettenblatts, denn dann kann sich die Kette auch nicht von unten abwickeln! Diese sichere Führung der Kette auf einem Kettenblatt ist auch der Grund für die Beliebtheit von 1×10 bei All-Mountain- und Enduro-Fahrern.

Wer also feststellt, dass die vorhandende Übersetzungsbandbreite gar nicht genutzt wird oder bereit ist, sich für die bessere Führung der Kette von etwas Bandbreite zu trennen, der findet in 1×10 sicher eine Lösung.

Grüße Andy