Etappe 3: Snowbiken bei der TransAlp

Strömender Regen beim ersten Blick aus dem Fenster am Morgen. Wer mich kennt weiß, dass ist genau mein Wetter :/ Dazu 11 Grad mit der verlockenden Aussicht auf den Gefrierpunkt und Neuschnee ab 1800 Metern. Also schön die Regensachen auspacken, dick anziehen und die Luft mit dem Duft von Imprägnierspray ausfüllen. Heute dazu mal mit ein paar Minuten Warmfahren auf der Rolle. Aber ganz in einer Ecke, damit es niemand sieht. Soll ja nicht nach Profigehabe aussehen… Außerdem natürlich noch Schutzbleche an die Sattelstütze gebaut. Sieht nicht gut aus, hilft aber extrem eine trockene und saubere Sitzfläche zu behalten.

Nach dem Start ging es wie fast immer erst mal lange auf Asphalt nach oben. Überhaupt ist der Asphaltanteil für ein MTB-Rennen mit ca. 45-55% sehr hoch. In der Gruppe im Regen fahren bedeutet in jedem Fall nach 5 Minuten total durchnässt zu sein. Heute gab es im Prinzip auf den 94km mit 2100hm nur einen Berg: der erste Anstieg. Aber eben mit 1600hm. Weiter oben wurde es dann wirklich auch sehr gemütlich. -1 Grad, Schnee und Schlamm. Und viele Kühe im Weg! Es ging einen schönen, felsigen, verblockten Trail nach oben auf dem wir viel Zeit gut machen konnten. Aber irgendwann war auch mal für uns gefühlte 60min Tragen dran. Es waren natürlich weniger, sieht man bei der SRM an der Zeit ohne Watt und Cadence. die Cleats danach schön mit Schnee zu, an einklicken nicht zu denken. Agnes hat dafür aber schön durchgezogen. Am Pfitscherjoch hatten wir bis Platz 7 alle wieder eingeholt. Die anschließenden 60km mehr oder weniger bergab nach Brixen waren aber nicht unsere Stärke und wir haben leider die Gruppe verloren und uns dann alleine ins Ziel gequält. Highspeed auf der Abfahrt waren heute mal 80,3 km/h 😀

Agnes Nerv ist nicht besser gewesen heute. Wir sind quasi nach 2h den Rest wieder mit 3 beinen gefahren… Nach Ankündigung in den letzten Tagen tauchen dann auch die ersten technischen Probleme auf. Tunes Cannonball Lefty-Naben scheinen sehr ungeschützte Lager auf der Gabelseite zu haben. Ein schönes trockenes Quietschen ist dann zu hören. Da ist abends von Sascha Nabenmassage gefragt. Die Mechaniker von Moooove und BlackTusk haben da wesentlich mehr zu tun, siehe Blick auf die Wiese. Besonders an so einem Schlechtwettertag wird da bis nachts geschraubt. Übrigens haben wir heute mit Platz 10 auch in der Gesamtwertung nun P10 inne. Das heißt früh regulär Startblock A! Zeit zum Schlafen, heute in einem Haus aus dem 12. Jahrhundert. Bei den Bildern musste ich mich heute mal bei den offiziellen Fotografen bedienen, die Restfunktion meiner eingefrorenen Hände musste ich zum Schalten und Bremsen nutzen.

Bis morgen, Ronald

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