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das ist hier die Frage!

Oder: Wie bleibt die Luft im Reifen?

Die meist verbreitete Variante besteht darin, einen separaten Schlauch in den Reifen einzulegen. Dabei wird der Reifen durch Wülste in zwei Hakenprofilen in der Felge gehalten. Neben verschiedenen Größen in Breite und Durchmesser existieren verschiedene Ventiltypen. Bei Rennrädern kommen eigentlich ausschließlich Sclaverand-Ventile (SV, auch französisches oder Presta-Ventil) zum Einsatz. Die Felge benötigt dafür eine Bohrung mit 6,5mm Durchmesser. Auch im Mountainbike-Bereich ist diese Ventilart äußerst beliebt. Alternativ findet das Autoventil (AV, auch Schrader-Ventil) Anwendung, welches eine größere Bohrung (8,5mm) in der Felge benötigt. Im sportlichen Bereich eher selten vertreten ist das Dunlop-Ventil (DV, auch Fahrrad- oder Blitzventil). Dafür benötigt die Felge eine 8,5mm-Bohrung und die Pumpe sollte für SV-Ventile passen.

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Die Eigenschaften eines Schlauchs werden besonders durch das Material bestimmt. Am häufigsten vertreten ist dabei Butyl. Schläuche aus diesem Material sind in verschiedenen Wanddicken und somit unterschiedlichen Gewichten im Handel erhältlich. Ein typischer Vertreter ist hier ein Schwalbe SV13 mit ca. 190g. Alternativen mit geringeren Wanddicken sind der Maxxis Ultralight mit ca. 125g oder der Maxxis Flyweight mit magersüchtigen 95g. Grundsätzlich halten Butylschläuche gut die Luft und sind verhältnismäßig günstig. Über die Pannenanfälligkeit der unterschiedlich dicken Schläuche scheiden sich die Geister. Aber gerade bei der Montage des Maxxis Flyweight sollte man Sorgfalt walten lassen. Eine Menge verschiedener Butylschläuche wurden in der BIKE 03.2011 getestet. Auch die folgenden Varianten wurden untersucht.

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Mein persönlicher Favorit beim Schlauchmaterial ist Latex. Die MTB-Variante des Michelin Latexschlauchs wiegt ca. 128g und reiht sich bei den eher leichteren Schläuchen ein. Wie aber bereits in einem früheren Artikel geschrieben, lassen Latexschläuche deutlich mehr Luft entweichen als die Butylpendants. Durch die hohe Dehnfähigkeit legt sich der Schlauch um den eingefahrenen Dorn bevor er durchstochen wird. Im besagten BIKE-Test ging der Michelin Schlauch erst bei einer Durchstichtiefe von 11,5mm kaputt. Der Schwalbe SV13 war bereits nach 6,18mm platt. Die hohe Elastizität brachte dem Michelin Latex auch den BIKE-Tipp für Rollwiderstand ein. Leichter rollte nur ein Tubeless-Umbau mit Latex-Milch. Falls es doch mal Löcher im Latex geben sollte, kann man den Schlauch mit konventionellem Flickzeug reparieren.

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Nach langer Ankündigung kam der leichteste MTB-Schlauch der Welt von Eclipse auf den Markt. Er wiegt nur 56g und ist laut Angaben der BIKE aus Polyurethan. Das wäre dann nicht ganz so neu, denn es gab schon Jahre vorher PU-Schläuche der Firma Panaracer unter dem Namen Green Tubes. Nichts desto trotz ist der Eclipse der leichteste MTB-Schlauch auf dem Markt und das mit Abstand! Durch das weniger elastische Material benötigt der Test-Dorn der BIKE den größten Kraftaufwand um ihn zu Durchstechen (16,69N zu 8,85N beim Schwalbe SV13). Auch beim Durchschlagtest schlägt sich das Leichtgewicht recht wacker. Soviel Leichtbau wird leider auch mit fast 50€ pro Stück teuer bezahlt. Darüber hinaus lassen sich nur Eclipse-Flicken verwenden.

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Eine besonders bei Rennfahrer beliebte Variante, den Schlauch in den Reifen zu packen, sind Schlauchreifen. Dabei werden meist Latexschläuche in den Reifen eingenäht und diese dann auf spezielle Felgen geklebt. Dadurch sitzt der Reifen verhältnismäßig fest auf der Felge und wird auch bei geringem Luftdruck im Fahrbetrieb nicht von dieser herunter gezogen. Dies bringt deutliche Gripvorteile. Das Fehlen der Felgenflanken wirkt sich dazu positiv auf die Durchschlagfestigkeit aus. Leider geht hier die Reifenmontage nicht ganz so schnell von der Hand und das System ist auch verhältnismäßig teuer.

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Weiterhin gibt es das Motto: Wo kein Schlauch ist, kann auch keiner kaputt gehen! – schlauchlos oder tubeless. Es gibt dabei zwei verschiedene Wege Reifen ohne Schlauch zu fahren. Der eine ist das UST-System. Hier besitzen die Felgen ein geschlossenes Felgenbett und ein etwas geändertes Hakenprofil. Die dazugehörigen Reifen sind an der Wulst entsprechend geformt, um mit dem speziellen Hakenprofil abzudichten. Darüber hinaus wird meist mehr Gummi an der Seitenwand verwendet um den Reifen selbst abzudichten, weswegen die Reifen meist deutlich mehr wiegen als das Standard-Pendant. Natürlich können auch hier Durchstiche zum Luftverlust führen. Ein normaler Snakebite, also das Einklemmen des Schlauchs und damit Lochen des Schlauchs wird logischerweise verhindert.

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Die andere Variante ist inzwischen auch nicht mehr ganz neu. Dabei werden die Felgenlöcher konventioneller Felgen mit einem Klebeband abgedichtet. Als Reifen können „normale“ leichte Modelle verwendet werden. Um diese selbst abzudichten und eventuelle Leckagen zwischen Reifenwulst und Felge zu schließen, wird in Latexmilch verwendet. Dies hat den Vorteil, dass kleine Löcher durch Dornen oder ähnliches damit automatisch verschlossen werden. Um dies zu gewährleisten sollte die Milch aber immer mal wieder erneuert werden. Das Gewicht dieses Systems variiert durch die Menge der eingebrachten Milch und der verwendeten Felgenbänder. Nutzt man dafür vorgesehene Felgen (NoTubes ZTR oder FRM) senkt man das Gewicht und erleichtert sich die Montage.

Soviel zum Thema Luft im Reifen

Andy

PS: Für Freunde der bunten Ventilkappen und für alle, die sich immer an den messingfarbenen Ventilen ihrer Schläuche gestört haben, bringt Maxxis 2011 das Modular-Valve-System (MVS) heraus. Hier lassen sich die Sclaverand-Ventile in verschiedenen Längen und vor allem verschiedenen Eloxal-Farben an einen Ultralight- oder Flyweight-Schlauch schrauben. (demnächst im Shop…)

heute mal in Englisch…

The ZTR Race 7000 rim did more than find its way to the bikes of some of the world’s most elite professionals; it has inspired the development of four new rim models for 2010. Sabine Spitz, Lance Armstrong, Dave Wiens, Mary McConneloug, Todd Wells, Geoff Kabush and countless others selected the Race 7000 rims when their races counted the most. The extensive feedback received was then used to develop the best tubeless rims available.

It is important to recognize that low weight alone does not make a good rim. The patented inner shape which traps air pressure better than any other is the secret to the performance of the ZTR rim line.
Key features shared among the new flagship ZTR Podium MMX, ZTR Alpine, ZTR Summit and as yet unnamed ZTR road project are as follows.

– Improved tire stabilization by way of shorter sidewalls and increased inside widths
– easier tire inflation than previous models
– improved ability to trap air pressure
– shorter sidewalls to decrease the chances of denting and improve tire performance.

ZTR Podium MMX

The Podium MMX is the successor to the heralded ZTR Race 7000. Featuring a nearly identical profile to the Race 7000, the Podium MMX weighs just 284 grams and is over 21mm wide inside. Utilizing a different alloy than the Race 7000, the new rim also features an improved drilling geometry for better nipple alignment and improved fatigue resistance.

Bild

available in 26″, 32 hole only

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In letzter Zeit fiel mir vermehrt auf, dass sich einige nicht zwischen Dichtmilch oder Latexschläuchen im Reifen entscheiden können. Deshalb werden wir hier einmal eine kurze Gegenüberstellung der beiden „Verdächtigen“ vornehmen…

Ganz klar das Wichtigste in Sachen Innenleben ist der Pannenschutz!

Pannenursache Nummer 1: der „Snakebite“
Dabei wird der übliche Schlauch zwischen Reifen und Felgenhorn eingeklemmt. Dagegen sind im Grunde genommen beide Arten bestens geschützt. Die Milch kann nicht platzen und der Latexschlauch ebenso nicht, da er sehr flexibel und dehnbar ist. Zwischenstand 1:1

latex

Pannenursache Nummer 2: der Durchstich
In diesem Vergleich verliert der Latexschlauch ganz klar. Die Milch dichtet alles feinsäuberlich ab und dem Schlauch geht ganz schnell die Puste aus. Zwischenstand 2:1.

Pannenursache Nummer 3: die Montage
Hierbei hat die Milch etwas das Nachsehen. Schlauch rein uns fertig. Bei der Milch ist die Montage mit Felgenband, Milch und Kompressor etwas umfangreicher. Was jedoch noch festzuhalten ist: der Latexschlauch eignet sich wie die Milch nicht unbedingt für die wiederholte Montage. Ist der Schlauch lange Zeit im Reifen und wir dann umgezogen, ist er an vielen Stellen sehr dünn geworden. Liegt er dann anders im neuen Reifen, hat sehr geringe Überlebenschancen. Zwischenstand 3:2
dichtmilch


In puncto Gewicht liegen beide Systeme gleich auf. Obwohl der Latexschlauch bekanntlich (oder besser angeblich) besser rollen soll.
Gemerkt habe ich den Unterschied persönlich nicht…

Als Fazit des Vergleichs kann ich sagen, dass der Latexschlauch eher für „Faule“ und die Dichtmilch eher für diejenigen geeignet ist, die auf Nummer Sicher gehen wollen.

Endergebnis: 3:2

Schönes Wochenende

Euer Alex

Im Moment trudeln jeden Tag neue schöne Sachen ein, auf die wir schon seit Ewigkeiten warten – ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll!!

Zuerst kamen letzten Freitag von notubes weiße ZTR Olympics und weiße ZTR Flows, die es bisher nicht gab. Die Olympic hatte sich bisher immer tune bestellt, einfach weiß „angemalt“, dann einen edelweisz-Aufkleber draufgemacht und mal eben 50% teurer verkauft. Jetzt gibts die „Original-Olympic“ bei uns für 89,50 – quasi zum normalen Preis.

ztrolympicweiss

Außerdem fahren wir seit letzter Woche nur noch mit den neuen Kompressionsstrümpfen von X-Bionic Rad. Wahnsinn – das Gefühl an den Waden!! X-Bionic hatte anfangs den Run auf die X-Socks unterschätzt und war das letzte halbe Jahr nicht lieferfähig. Und das Gute ist: die Socken gibts nicht nur wie bei vielen anderen Anbietern (und im Krankenhaus) in weiß – sondern in SCHWARZ!! Wirklich sexy…

xsocksbikeenergizer

Weiterhin haben wir nun fast das komplette CHRIS-KING-Steuersatz-Sortiment da – inklusive dem Chef aus TITAN (auf dem Bild ganz vorn)!! Hier ein Bild vom letzten Familientreffen:

ckfamilientreffen

Nur tune hängt (wie so oft) etwas hinterher und kommt mit der Produktion der neune Schnellspannerserie DC 16/17 nicht so richtig in Schwung. Die neuen Spanner sollen lediglich 37g wiegen und trotzdem ohne Gewichtslimit (für den Biker) sein. Wir sind gespannt. aber ein Bild haben wir schon…

dc1617

Und zum Schluß: Der Chef von FRM – Boris Latsch – stellt neuerdings leichte und farbige Laufräder für Rollstühle mit einem ausgetüftelten und patentierten Adaptersystem her. Ja – Ihr habt richtig gehört: für ROLLSTÜHLE!! Nach dem Motto: Heute schon an später denken… Hierzu aber später mehr – in die Materie müssen wir uns selbst erst einmal reinarbeiten. (Stehen aber schon im Lager.)

bor laufrad

Genug der Werbung – aber ihr seht: Reinschauen lohnt immer, auch wenn das Sparschwein dran glauben muss…

Ciao Robert

1 Tag – 2 Platten – hängendes Kinn…

Es ist doch wirklich zum verzweifeln! Da möchte man aus dem Wintertrott ausbrechen und einfach mal mit dem Rad auf Arbeit fahren und womit wird man belohnt? Gleich 2 Plattfüße!

Anscheinend ist der „Große Garten“ in Dresden verhext oder mein Furious Fred kommt mit Rollsplitt nicht klar. Ich tippe mal auf 2. Das „Witzige“ daran ist: Beide Platten hatte ich am Hinterrad, in welchem ich momentan mit Schlauch fahre. Das Tubeless-Vorderrad hat beide Fahrten überstanden.

klares Ergebnis im Kampf Schlauch vs. NoTubes 0:2

Von daher kann ich allen Fred-Fahrern (eigentlich auch allen anderen) nur empfehlen: FAHRT MIT DICHMILCH! Ich habe nun schnell etwas Milch in den hinteren Reifen gespritzt und hoffe, dass es nun hält! Ich muß mir wirklich mal Zeit nehmen und mein Bike wieder komplett auf Tubeless umbauen. Leider benötige ich dafür meist einen Kompressor aus dem Radladen um die Ecke. Dummerweise ist dies der „Antrieb“ – einem Radladen mit ganz eigenen Regeln was Kundenfreundlichkeit und Preisgestaltung anbelangt…

Zusatz vom 29.01.09: Voll-Milch-Umbau

Hinter dem heutigen Türchen versteckt sich das NoTubes Tubeless-Kit.

NTstandartkitDas Universalkit, welches für alle gängigen Felgen zu verwenden ist, verwandelt Euer Laufrad in ein extrem pannensicheres Laufrad. Die enthaltene Latex-Milch, welche für ca. 8 Füllungen reicht, dichtet herkömmliche Reifen vollständig ab und füllt im Fall der Fälle jedes Loch bis 5mm Größe. Mit einem Gewicht von ca. 120g pro Laufrad, es ist leichter als ein normaler Schlauch weil die rotierende Masse wesentlich geringer ist, da das Hauptgewicht beim Felgenband liegt und sich die Milch gleichmäßig am Reifen verteilt. Zusätzlich relativiert sich das Gewicht, da die Fahreigenschaften wie eines normalen Tubeless Reifen sind, jedoch durch die Verwendung eines Standard-Reifens viel leichter sind.

Wer Angst vor der Montage hat, schaut einfach hier rein und überzeugt sich selbst:

Montagevideo noTubes

Wenn ihr selber schon Erfahrungen mit dem NoTubes-System gemacht habt, würden wir uns über positive oder negative Kommentare freuen.

Euer Alex