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Das derzeit wohl heißeste Thema im MTB-Bereich ist die immer größere Verbreitung von 2-fach-Kurbeln. Doch für wen lohnt sich der Umbau der Kurbel bzw. der Umbau der einzelnen Kettenblätter??

Die gängigsten 2-fach Übersetzungen sind 44/30 (oder 42/30) und 42/27 (bzw. 28 oder 29). In der Regel lohnt sich eine solche Übersetzung nur für geübte Fahrer. Die entscheidenden Vorteile sprechen für sich: man kann einfach länger auf der „Scheibe“ (dem großen Kettenblatt) fahren und hat somit immer genügend Zug auf der Kette. Gerade auf flacheren Anstiegen und technischen Singeltrails macht sich der Vorteil des kleineren großen Kettenblattes besonders bemerkbar. Der zweite Faktor ist die geringere Schaltarbeit. Durch das kleinere mittlere Kettenblatt entfällt das Hin- und Herschalten zwischen „Rettungsring“ und mittlerem Kettenblatt.

Wer also fast nie auf dem ganz kleinen 22-er Kettenblatt fährt und sich oft nicht zwischen 44 und 32 Zähnen entscheiden kann weil die Stufe zu groß ist, der sollte in jedem Fall einmal die 2-fach Kombination 42/30 ausprobieren. Wer viel im Alpinen Gelände oder im Allgemeinen viel auf dem kleinsten Kettenblatt zu finden ist, sollte einen Umrüstungsversuch lieber lassen. Er wird das kleine Kettenblatt vermissen…

Leider war ein vernünftiger Übersetzungsumbau der Kettenblätter bis jetzt entweder mit einer Investition in eine neue Kurbel oder mit einigen Stunden Bastelarbeit in der Werkstatt verbunden. Grund dafür ist die Tatsache, dass es für Standard 4-Arm-Kurbeln mit 104mm Lochkreis bisher minimal Kettenblatter mit 32 Zähnen gab.

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Von Extralite gibt es die sogenannten Octaramp Kettenblätter. Diese ermöglichen den Umbau des ehemaligen 32Z großen Kettenblattes auf eines mit 30Z. Eigentlich ist das Konzept ganz einfach. Die bisher störenden Bohrungen für die Kettenblattschrauben wurden einfach weggelassen. Dafür wurden die Gegenmuttern der Kettenblattschrauben im CNC-gefrästen Kettenblatt integriert. Durch diesen Trick ist es nun möglich, ein kleineres Kettenblatt an derselben Stelle wie das alte Kettenblatt zu montieren.

Einziger kleiner Nachteil im Vergleich zu den originalen 2-fach Kurbeln ist, dass sich bei diesem Umbau der sogenannte Q-Faktor nicht verbessert. Die Kettenlinie zwischen Mitte Rahmen und Mitte Kettenblatt bleibt identisch. Dies sollte jedoch kein Problem darstellen. Wenn es vorher funktioniert hat wird es auch nach dem Umbau gut funktionieren… Großer Pluspunkt nach dem Umbau: eine viel bessere Übersetzung!

Der Lochkreis von 104mm ist bei allen 4-Arm Shimanokurbeln Standard (außer XTR FC-M970) Der Lochkreis selbst lässt sich nur schwer messen. Er wird gebildet, indem man einen Kreis mit den gegebenen 4 Punkten (Kettenblattschrauben Befestigung) bildet. Der Umfang des ¼ großen Teilkreis ergibt den Lochkreis der Kettenblatt-Befestigung. Dies lässt sich am einfachsten mit einer Schablone ablesen.

Viel Spass!

Euer Alex

Beim Auto ist die Auswahl ganz klar: die Schaltfaulen kaufen DSG und der Rest nimmt ein handgeschaltenes Getriebe. Doch beim Mountainbike sieht die Auswahl schon anders aus. Automatik-Schaltungen gibt es leider noch nicht und die Möglichkeiten der Bedienung mit der Hand sind sehr vielfältig:

Zum einen gibt es die Möglichkeit der Drehgriffe – auch Grip Shift genannt. Als zweites besteht die Möglichkeit der Daumenschalter wie z.B. der SRAM Trigger oder der Shimano Rapid-Fire Hebel.

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Die letzte und außergewöhnlichste Art und Weise der Schalthebel sind die Dual-Control. Vor und Nachteile haben alle drei Varianten, die einen schalten schneller, die anderen lassen sich besser bedienen und die dritten sind ergonomischer.

Die Drehgriffe sind mit Abstand die schnellsten Schalter. Zum einen besteht die Möglichkeit, in jeder Fahrsituation den Drehgriff zu bedienen ohne auch nur einen Finger vom Griff nehmen zu müssen. Dieser Vorteil wird fast ausschließlich von CC Fahrern benutzt, denn in Cross Country Rennen ist ein absolut schnelles Schalten und Reagieren unumgänglich.

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Aber die Drehgriffe haben auch Nachteile: bei langen Fahrten wie z.B. Marathons fassen sich die Drehgriffe auf lange Zeit unangenehm an. Außerdem lassen sich die Grip Shifter bei Nässe und Schlamm unheimlich schlecht schalten, da man selbst mit Handschuhen drüber rutscht.

Die Daumenschalter wie Rapid Fire und Trigger sind die wohl meist verbeitesten Schalthebel. Sie schalten schnell, auch bei allen Wetterbedingungen und lassen ergonomische Griffe zu. Weiterer Vorteil der Shimano Hebel ist, dass der vordere Schalter mit Daumen und Zeigefinger zu bedienen ist. Beim Sram Trigger sind beide Schalter nur mit dem Daumen zu bedienen. Den Nachteil bildet eigentlich nur der Umstand, dass man bei technischen und steilen Abfahrten zum Schalten einen Finger vom Lenker Nehmen muss.

Der absolute Newcomer unter den Schalthebeln sind die Dual Control Schalter. Die klaren Vorteile der Dual Control sind die Möglichkeit, dass man Schalten und Bremsen in einem kann. Der zweite Vorteil ist, dass Barend Fahrer sogar die Möglichkeit besitzen, vom Barend aus zu schalten. Optisch gesehen bilden die Dual Control zwar eine aufgeräumte jedoch klobische Schalt/Bremszentrale. Zusätzlich etwas unangenehm sind die langen Schaltwege der Bremshebel.
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Zum Resümee lässt sich sagen, dass die Wahl des Schalthebels ganz klar nach den Fahrbedürfnissen des Bikers fallen sollte. Die Drehgriffe sind ganz klar etwas für Cross Country Fahrer und natürlich Liebhaber. Trigger und Rapdfire sind etwas für jedermann und die Dual Control ist definitiv etwas für Touren Fahrer. Denn vom Gewicht her nehmen sich alle drei Versionen fast nichts mehr.

Euer Alex

Nachdem letze Woche die ersten Testbikes mit der neuen Sram XX Gruppe an verschiedenste Magazine und Onlineseiten geschickt wurden (wir haben leider keines bekommen…), wurde die XX Gruppe natürlich ausgiebig vorgestellt und bejubelt. Trotz ausreichend Informationen wollen wir natürlich auch noch unseren Senf dazugeben…

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Zuerst einmal die positiven Aspekte der XX: ganz klar die 2-Fach Kurbel in Kombination mit einer 11-36Z Kassette! Diese Kombination sollte alle Schaltbereiche und Übersetzungen abdecken.
Großer Nachteil einer 11-36Z Kassette ist logischerweise die Abstufung. Bei solch großen Zahnsprüngen wird es manchmal schwer sein, den richtigen Tritt zu finden. Das nächste ist, dass die XX-Gruppe auf 10 Ritzeln am Hinterrad läuft. Der ohnehin schon extrem hohe Verschleiß der 9-fach Ketten wird sich wohl auch an der 10-fach Version nicht unbedingt verbessern – gerade beim MTB. Hoffentlich werden auch die geringeren Toleranzen und Feinheiten bei Schlamm und Dreck keinen Ärger machen, nachdem schon das Vorgängermodel X.0 bei Schlammrennen die meisten Ausfälle zu verbuchen hatte.

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Das nächste Übel ist die neue SID Worldcup, welche mit einem hydraulischen Lockout versehen ist. Das ganze ist natürlich maximal montage-unfreundlich: eigenständiges Kürzen oder Verlängern der Leitung sind nun ausgeschlossen und Sachen wie NOKON sind nun auch nicht mehr möglich. Schön anzusehen ist jedoch die Karbonbrücke der neuen SID WC, welche ihr sicher auch mehr Steifigkeit verleiht. Optisch sehr schön gemacht ist der neue Matchmaker. Er bringt noch mehr Ordnung an den Lenker und ist wesentlich filigraner als sein Vorgänger gearbeitet. Die neuen Trigger haben im Unterschied zum alten nur Carbon Hebel bekommen. Zu hoffen ist noch, dass für alle Grip-Shift Fans noch ein XX Drehgriff nachgebracht wird, was eigentlich völlig unverständlich ist, da dies der meist verbaute Schalthebel im Rennzirkus ist.

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Die neue Disc ist nichts anderes als eine Elixir Carbon mit Magnesium Bremssattel, was bedeutet, dass die Juicy Baureihe gestorben ist.
Außer der neuen Optik hat sich auch nicht viel geändert. Wir sind gespannt auf den ersten Fahreindruck der XX Gruppe. Ich hoffe, dass SRAM den geplanten Liefertermin Ende Juli hält und wir die XX spätestens zur Eurobike auch an den Pronghorn Rädern präsentieren können.

Euer Alex

In letzter Zeit fiel mir vermehrt auf, dass sich einige nicht zwischen Dichtmilch oder Latexschläuchen im Reifen entscheiden können. Deshalb werden wir hier einmal eine kurze Gegenüberstellung der beiden „Verdächtigen“ vornehmen…

Ganz klar das Wichtigste in Sachen Innenleben ist der Pannenschutz!

Pannenursache Nummer 1: der „Snakebite“
Dabei wird der übliche Schlauch zwischen Reifen und Felgenhorn eingeklemmt. Dagegen sind im Grunde genommen beide Arten bestens geschützt. Die Milch kann nicht platzen und der Latexschlauch ebenso nicht, da er sehr flexibel und dehnbar ist. Zwischenstand 1:1

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Pannenursache Nummer 2: der Durchstich
In diesem Vergleich verliert der Latexschlauch ganz klar. Die Milch dichtet alles feinsäuberlich ab und dem Schlauch geht ganz schnell die Puste aus. Zwischenstand 2:1.

Pannenursache Nummer 3: die Montage
Hierbei hat die Milch etwas das Nachsehen. Schlauch rein uns fertig. Bei der Milch ist die Montage mit Felgenband, Milch und Kompressor etwas umfangreicher. Was jedoch noch festzuhalten ist: der Latexschlauch eignet sich wie die Milch nicht unbedingt für die wiederholte Montage. Ist der Schlauch lange Zeit im Reifen und wir dann umgezogen, ist er an vielen Stellen sehr dünn geworden. Liegt er dann anders im neuen Reifen, hat sehr geringe Überlebenschancen. Zwischenstand 3:2
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In puncto Gewicht liegen beide Systeme gleich auf. Obwohl der Latexschlauch bekanntlich (oder besser angeblich) besser rollen soll.
Gemerkt habe ich den Unterschied persönlich nicht…

Als Fazit des Vergleichs kann ich sagen, dass der Latexschlauch eher für „Faule“ und die Dichtmilch eher für diejenigen geeignet ist, die auf Nummer Sicher gehen wollen.

Endergebnis: 3:2

Schönes Wochenende

Euer Alex

minimaler Aufwand – maximales Ergebnis

Leichtbau ist ein heißes Thema. Jeder gibt an, der Leichteste und Beste zu sein, wenn es um das Gewicht geht. Doch allzu oft leidet die Steifigkeit unter den Tuning Maßnahmen und gerade die sollte das Wichtigste bei Komponenten sein. Zu leichte und weiche Teile gefährden nicht nur die Sicherheit des Fahrers, sondern vermitteln auch ein unangenehmes Fahrgefühl. Obwohl nicht jedes Bauteil von dieser Wichtigkeit betroffen ist, ist gerade bei den Hauptkomponenten wie Rahmen, Laufräder, Federgabel und auch der Kurbel auf ein optimales Gewichts-/Steifigkeitsverhältnis zu achten.

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Die Königin unter den Kurbeln kann genau diese Punkte am Besten von allen Kurbeln auf dem Markt vereinbaren. Die THM Clavicula ist mit ihren 440g inkl. Lager die mit Abstand (nach unseren Recherechen…) leichteste Kurbel im MTB Bereich. Wie der Name schon sagt, ist die Clavicula das Schlüsselbein des Bikes. Sie verbindet die Kraft der Beine mit der Kette. Der einzige markante Unterschied der Clavicula im Gegensatz zum Schlüsselbein ist die wesentlich geringere Bruchanfälligkeit.

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Die THM Clavicula gibt es für das Mountainbike in zwei Versionen – einer 3-fach und einer 2-fach Version. Die Trippel- und Double Kurbel kann mit allen gängigen 4-Arm Kettenblättern gefahren werden, welche den standardisierten 104/64 Lochkreis haben. Für alle Zweifach-Fahrer gibt es für die 2-fach Version, mit ihrem einfachen 104 Lochkreis sogar ein Kettenblatt von Extralite mit 30 Zähnen. Damit kann sie mit allen gängigen double Kurbeln auf dem Markt mithalten. Das eigene Innenlager der Clavicula kann es mit 68mm sowie 73mm aufnehmen und auch ein E-Type Umwerfer findet noch Platz.

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Die Clavicula ist der beste Begleiter am Bike mit einem minimalen Aufwand von Material und einem maximalen Steifigkeits Ergebnis. Dabei hat sie schon einen Olympia Sieg mit Sabine Spitz in Peking einfahren können.

Einzig zu beachten ist die Gewichtsbegrenzung von 95kg. (Und die des Geldbeutels – das gute Stück kostet sage und schreibe 998 Euro)

PS: Sparen macht Spaß!

Euer Alex

Bei den Temperaturen in den letzten Tagen sind spätestens jetzt bei jedem die letzten Frühlingsgefühle munter geworden.
Doch die relativ warmen Temperaturen bürgen auch Gefahren. Die Sonne hat schon viel Kraft und man merkt die Wärme auf der der Haut. Doch wir sollten nicht vergessen, dass der Wind und der Boden noch ganz schön kalt sind.

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© PIXELIO / Dieter

Die größten Fehler der Hobby Radler:

Ich habe gerade diese Woche wieder beim Training gesehen, dass gerade bei diesen Temperaturen einige Radler dazu neigen, gleich die kürzesten Sachen im Schrank anzuziehen und die dicken gleich hängen zu lassen.
Genau das ist der größte Fehler, den man machen kann! Das Immunsystem ist noch vom Winter geschwächt und die Temperaturen sind in Wirklichkeit noch sehr kalt. Das Resultat davon ist meistes dasselbe: die alljährliche Frühjahrsgrippe. Wenn Ihr natürlich noch 10 Kg zu viel auf den Rippen habt, dann ist es OK, denn dann ist die dicke Winterschicht schon unter der Haut integriert 😉 . Tut Euch und Eurem Körper einfach den Gefallen und erfreut Euch vorerst nur visuell am Frühling und gewöhnt euch langsam an den kommenden Sommer.

Der zweite große Fehler ist die Übermotivation bei den ersten Ausfahrten. Ich meine damit, wenn ich locker mit 27 km/h und Puls 119/min mit dem Rennrad dahinrolle, kann ich es nicht verstehen, wenn mich ein anderer Fahrer mit locker 35 km/h überholt.

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© PIXELIO / Lothar Wandtner

Dieser Radler sitzt meistens wie der Frosch auf der Gießkanne auf seinem Rad und sieht körperlich nicht gerade aus wie Lance. Diese Art uns weise von Radfahren bringt aus trainingstechnischer Sicht überhaupt nichts! Wie Jan Ulrich immer gesagt hat: „Wer lange langsam fährt, fährt länger schnell.“ und genau das ist das Beste was man machen kann. Nur so kann man seinen Körper langsam an höhere Belastungen heranführen und spätere Einbrüche und Schäden verhindern.

Gegen das „Frosch auf der Gießkanne“ Syndrom werden wir nächste Woche eine kurze Anleitung zur richtigen Sitzposition auf dem MTB und Rennrad geben.

Schönes Wochenende

Euer Alex

Da ich tagtäglich auf der Suche nach neuen Artikeln bin, ist mir am Wochenende diese Perle an hochwertiger Rahmenbaukunst einer in Deutschland noch nicht etablierten Marke ins Auge gefallen.

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Es fehlen nur noch zwei Räder und ein Sattel und schon kann es losgehen. Recherchen ergaben, dass dies ein Prototyp einer limitierten Kleinserie ist. Sollte jemand Interesse haben, einfach Bescheid sagen! Aber ihr müsst euch beeilen – jeder Händler kann maximal 1 Rahmenset bestellen…

Robert

Leichtbau Felgen kann man mittlerweile eine ganze Menge auf dem Bike Markt finden. Nur halten nicht alle den Anforderungen des jeweiligen Fahrers stand und sind im Endeffekt einfach nur leicht.

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© PIXELIO / alipictures

Die mit Abstand leichteste geöste Mountain Bike Felge ist die FRM XMD 333 mit gerade mal 320g. Die Betonung liegt absichtlich auf einer geösten Felge, denn die XMD besitzt im Gegensatz zu anderen Felgen nicht einfach nur gebohrte Speichenlöcher. In den Speichenlöchern sind Hohlnieten eingebaut, welche man auch als Felgenösen kennt. Diese Ösen bringen entscheidende Vorteile für die Felge!
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Der wohl wichtigste Punkt ist die Haltbarkeit und die Steifigkeit. Dank der gleichmäßigen Kraftverteilung der Speiche auf die Felge können die Laufräder mit einer höheren Speichenspannung eingespeicht werden, was wiederum ein stabileres Laufrad zum Ergebnis hat. Die FRM Disc Felge besitzt zusätzlich noch ein asymmetrisches Profil, was ebenfalls Vorteile in der Steifigkeit bringt.

Der besondere Felgen Flansch lässt mehrere Kombinationen an Reifen, Schläuchen und Tubeless Systemen zu. Neben der klassischen Reifen-Schlauch Kombination kann man mit dem FRM Felgenband ebenfalls UST Reifen fahren. Die etwas leichtere Variante ist die Kombination mit einem No Tubes oder FRM Tubeless Kit und einem normalen Faltreifen. Dadurch bekommt Ihr ein sehr pannensicheres Laufrad, was zudem noch sehr leicht ist. (wichtig – da rotierende Masse!)

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Auf Grund der oben aufgeführten Aussagen sollte man jetzt keine Angst vor No Tubes Felgen haben. Diese halten ebenfalls jedem Anspruch stand, nur sollte man da Einschränkungen in der Steifigkeit und Stabilität in Kauf nehmen. Meistens werden immer nur die Steifigkeitswerte bei Rahmen heiß diskutiert, doch mindestens genauso wichtig sind die Laufräder. Immerhin die sind sie die größte rotierende Masse am Fahrrad.

Euer Alex

Nein – dieses Wochenende hatte ich keine Erkrankung, sondern es ging zur ersten Trainingsausfahrt auf dem neuen SCOTT SCALE RC. Um vorab ein kurzes Statement zu geben: DER ABSOLUTE HAMMER!!! Genau so muss ein Hardtail fahren! Da ich die letzten beiden Jahre auf einem Fully unterwegs war, war ich natürlich auf den ersten Fahreindruck gespannt.

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Den größten Unterschied merkte ich sofort im Tretlagerbereich. Der liegt gleich erst einmal 2cm tiefer und lässt somit auch den gesamten Schwerpunkt des Fahrrads tiefer liegen. Das wirkt sich extrem positiv in den Kurven aus, da man einen viel besseren Kontakt zum Boden hat und man spürt die Traktion der Reifen sichtlich besser. Wobei ich natürlich abwegen muss, dass das Fully gerade bei Wurzeln und steinigen Kurven dem Fahrer einfach mehr verzeiht und somit nicht im Nachteil steht. Mir persönlich kommt das tiefere Tretlager auf Grund meiner etwas kleineren Körpergröße gerade beim Aufspringen aufs Rad sehr entgegen. Was jedoch ein absoluter Hardtail-Vorteil ist, ist der Vortrieb. Was man vorn in die Kette hineintritt kommt mit vollem Drehmoment am Reifen wieder raus.
Genauso ist das gesamte Gewicht des Rades einfach unschlagbar. Ohne jegliche Tuningmaßnahme wiegt das Rad jetzt schon 9,5kg inkl. Pedale. Komplett mit Serienkomponenten, Schrauben und renntauglichen Parts.
Schließlich muss das Rad dieses Jahr wieder einmal quer durch Deutschland, einmal über die Alpen und über unzählige Singletrails. Dank der durchgehenden Sattelstütze kommt auf den Fahrten auch der Komfort nicht zu kurz, da diese im Gegensatz zu normalen Sattelstützen wesentlich mehr flext und natürlich kein Dreck in den Rahmen kommt.

Ich werde Euch in der nächsten Zeit regelmäßig ein paar Komponenten von unserem Team-Bike vorstellen. Dazu zeige ich, was man noch alles tunen kann so dass es trotzdem noch jedem Wettkampf standhält.

Euer Alex

Ja – Ihr habt richtig gelesen…
Tubular – auch als Schlauchreifen bekannt – für das Mountainbike.

Wer die letzten beiden Jahre den Profirennzirkus etwas verfolgt hat, wird festgestellt haben, dass das Thema Schlauchreifen immer mehr an Bedeutung gewinnt. Teams wie das Swisspower-Team oder das Cannondale Vredenstein-Team waren im letzten Jahr fast ausschließlich auf Tubular-Reifen unterwegs. Der französische Laufradspezialist Mavic brachte extra kurz vor Olympia seinen Top Laufradsatz Crossmax SLR als Tubular Prototyp Version auf den Markt. Leider haben die Franzosen das Projekt nicht vollendet und es scheint im Sande verlaufen zu sein. Die restlichen Teams setzten auf Laufräder von Reynolds und EDGE, welche jedoch mit Carbon Felgen ausgestattet waren. Diese Laufräder sind natürlich sehr teuer und immer noch etwas ungewiss auf Grund der Carbonfelgen auf dem MTB.

Die Vorteile von Schlauchreifen liegen auf der Hand: geringe rotierende Masse auf Grund der fehlenden Reifenwulst und der Fahrer kann sehr geringe Luftdrücke fahren, ohne dabei Angst vor Durchschlägen zu haben. Der jedoch größte Vorteil ist Reifen an sich. Durch die zumeist aus Baumwolle bestehende Karkassen ist der Reifen extrem walkbar und geschmeidig gegenüber dem Untergrund.

Wem das jetzt noch etwas unplausibel vorkommt, sollte einfach mal auf die Cross-Fahrer schauen. Dort ist schon seit Jahren der Schlauchreifen fest etabliert und ohne schon fast undenkbar. Im Übrigen ist der Mountain Bike Sport die einzige Radsport Kategorie, wo der Tubular Reifen noch nicht etabliert ist. Egal ob Straße, Cross, Bahn oder Radball – in all diesen Radsportbereichen ist der Schlauchreifen ganz groß im Rennen.

Die erste bezahlbare, leichte und dazu noch aus Aluminium bestehende Tubular Felge für Mountainbikes ist die neue XMD 309 Tubular von FRM. Die nur 300g schwere oder besser gesagt leichte Felge ist die erste spezifische MTB-Felge für Schlauchreifen. Besonders schön an der FRM XMD 309 ist, dass sie bei diesem geringen Gewicht sogar mit Ösen ausgestattet ist. Diese verteilen die Spannkräfte der Speichen besser auf die Felge und verhindern somit Risse im Felgebett. Außerdem ist die Felge mit einem schwarz anodisierten Finish veredelt und wirkt somit schlicht und elegant.
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Die mit Sicherheit größte Angst des Fahrers wird die Wahl der Reifen sein. Jedoch hat sich da in den letzten beiden Jahren einiges getan. Immer mehr Hersteller wagten den Schritt und fertigen nun auch ein kleine Auswahl an Schlauchreifen. Der wohl bekannteste Hersteller ist TUFO, aber auch Geax und Dugast bieten eine kleine aber feine Auswahl an Schlauchreifen für´s Mountainbike. Auch wir stellen uns auf die Neuerung ein und so wird es bei uns demnächst speziell angefertigte Rocket Ron Schlauchreifen geben!

hier noch ein Link zu einem Test vom Mountainbike-Magazin: http://www.a-dugast.com/dugasteng.html

und hier noch – ganz wichtig – eine Montageanleitung für Schlauchreifen: http://www.a-dugast.com/dugasteng.html

Viel Spass!

Euer Alex

zumindest aus meteorologischer Sicht…

Dass der meteorologische vom kalendarischen Frühlingsanfang abweicht, hat einen Grund: Da ja bereits seit 100 Jahren das Wetter erfasst und auch seit vielen Jahren ausgewertet wird, werden schon seit Ewigkeiten Jahreszeiten und Statistiken geführt. Somit gibt es einen getrennten Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Winteranfang, welcher mit Hilfe von Monatswerten erstellt wurde. Seit letzter Woche unterliegen wir nun schon dem Hoch Johanna, was uns nach den frostigen Wochen nun endlich auch recht frühlingshafte Temperaturen beschert. Laut dem Deutschen Wetterdienst soll es zwar in den nächsten Wochen nicht dauerhaft im zweistelligen Temperaturbereich bleiben, aber die Tendenz geht definitiv nach oben.

Spätestens jetzt sollte jeder, der sein Rad die letzten Wochen nicht angesehen hat, dieses einmal unter Betrachtung nehmen. Vor dem ersten Gebrauch der Saison empfiehlt sich immer ein kurzer Rundumcheck, im Fachhandel auch „Frühjahrs-Check“ genannt. Diesen kann natürlich auch jeder selbst durchführen! Hier haben wir die wichtigsten Punkte, auf welche Ihr achten solltet, zusammengefasst:

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Besondere Beachtung sollten die verschleiß- und sicherheitsrelevanten Teile erhalten! Darunter zählen unter anderem die Reifen, Bremsen und Schaltungsteile. Bei den Reifen solltet Ihr den Luftdruck sowie den Gesamtzustand unter die Lupe nehmen. Häufige Schäden sind Risse oder Löcher im Reifen. Bei den Bremsen dürfen die Bremsschuhe nicht unter der Verschleißgrenze von 1mm liegen. Die bedienenden Bowdenzüge sowie Hüllen bei Schaltung und eventuell Bremse sollten nicht gebrochen oder aufgedröselt sein.
Als nächstes natürlich noch einmal vor dem ersten Gebrauch alle beweglichen Teile wie Umwerfer, Schaltwerk und Kette etwas einölen. Für eine gute Funktion sollte der allgemeine Antrieb nochmal kontrolliert werden, nicht dass die Kette schon 1cm vom großen Kettenblatt abzuheben ist.
Zum Schluss nochmals alle Schraubverbindungen kontrollieren. Nun sollte der ersten Fahrt in den Frühling nichts mehr im Wege stehen. Noch ein Hinweis: Bitte bei vielen Bauteilen und Aluschrauben das angegebene Drehmoment beachten!

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Viel Spaß!

Euer Alex

Nachdem diese Woche die ersten Bilder der Sram XX Schaltgruppe im Internet aufgetaucht sind, gibt es zur Überbrückung der Wartezeit bis zur Markteinführung eine Sonderedition der kompletten X.0 Gruppe inkl. Truvativ Noir Kurbel. Die in fünf Farben erscheinende Gruppe wird es in cash (grün), pinkslip (pink), redwin (rot), tango (orange) und nugget (gold) geben. So sind von jeder Komponente einige Teile in den frischen Farben eloxiert, wie z.B. der Schaltwerkbolzen oder eines der Kettenblätter der Kurbel. Uns ist natürlich zuerst die orangefarbene Gruppe ins Auge gefallen vor allem die Kassette, welche mit hoher Wahrscheinlichkeit seinen Platz an unserem r2-bike finden wird.

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Aber auch die Shimano Fans gehen nicht leer aus, denn Shimano hat für seine Topgruppe XTR bereits nach der letzten Eurobike ein Tuningset auf den Markt gebracht. Die „Yumeya“ Serie umfasst weiß/goldene Teile für Brems-und Schalthebel sowie Kurbelschraube und Schaltröllchen.

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Falls Ihr nicht gleich eine ganze farbige Gruppe bzw Teile davon kaufen wollt haben wir im Shop viele bunte Teilchen von TISO oder eine große Auswahl von farbigen Aluminiumschrauben, die auch eure aktuellen Schaltgruppen optisch aufwerten.

Euer Alex

Vom Grund her gleich, jedoch sehr verschieden sind die beiden Laufradsätze Veltec Volare und Volare SL.

Die beiden klassisch von Hand gespeichten Laufradsätze sehen auf den ersten Blick gleich aus und haben auch die selbe Felge. Die restlichen Spezifikationen sind jedoch verschieden. Der auffallendste Unterschied ist neben dem Preis von 187,50€ auf 324,50€, natürlich auch das Gewicht von 1539g zu 1400g.

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Der Unterschied kommt wie folgt zustande: Anstatt der normalen Veltec Naben sind beim SL Veltec RC-Naben verbaut. Diese sind ebenfalls industriegelagert, haben aber einen optimierten Freilauf und gewichtsreduzierte Achsen. Desweiteren wurden anstatt der Sapim Race Speichen, am Vorderrad und am Hinterrad auf der Linken Seite DT Revolution (2.0/1.5/2.0) Speichen verbaut. Damit die Steifigkeitswerte nicht dem Gewicht zum Opfer fallen, ist das Vorderrad statt radial, 2-fach gekreuzt eingespeicht.

Beide Laufradsätze besitzen ein hervorragendes Preisleistungsverhältnis. Wenn man bedenkt, dass der normale Volare fast identisch soviel wiegt wie der Mavic Ksyrium SL, jedoch nur 1/3 soviel kostet!

Kurzum: zwei zuverlässige und leichte Partner für Training, Wettkampf oder einem 200km Radmarathon!

Euer Alex

Schaltungsketten für Mountainbikes und Rennräder müssen den unterschiedlichsten Ansprüchen genügen: im Training, auf Tour, im Schlamm, im Staub, auf ebener Rennstrecke oder am Berg. In den entscheidenden Situationen setzt der Fahrer auf präzises Schaltverhalten und zuverlässige Funktion.

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© PIXELIO / Ernst Rose

Um das zu gewährleisten gilt es einiges zu beachten, denn der Markt bietet viel! Es gibt etliche Hersteller von Kassetten, Ketten und Kettenblättern, doch nicht alle funktionieren problemlos miteinander.
Die bekanntlich beste Kombination ist, dass alle Einzelkomponenten von ein und demselben Hersteller sind. Doch leider gibt es darunter auch immer „Problemkinder„. Der klassengrößte Hersteller ist bekanntlich Shimano. Man kann eigentlich nichts gegen die einzelnen Komponenten sagen – die XTR-Kassette ist leicht stabil und extrem haltbar; die von Shimano erfundenen Steighilfen auf Kettenblättern haben noch kein Äquivalentes erfahren. Die Shimano-Ketten haben zwar eine sehr gute Schaltperformance, doch sie sind leider etwas schwer und verschleißen verhältnismäßig schnell.

Der größte Widersacher SRAM, welcher nur Kassetten und Ketten selber herstellt, hat ebenso eine sehr gute Kassette, die fast so aufgebaut ist wie Shimano, nur ohne Titan Ritzel, was zu einem etwas höheren Gewicht führt. Zu SRAM Ketten habe ich persönlich eine geteilte Meinung. Leider sind die meisten gerissenen Ketten, die ich je gesehen habe von SRAM, auch viele Profi-Mannschaften, die eigentlich SRAM fahren sollten, fahren lieber mit Ketten von Shimano oder anderen Herstellern.

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Wer Ausweichprodukte sucht, hat eigentlich nicht allzuviel Auswahl. Bei Kettenblättern kommt man kaum an TA-Specialite vorbei. Sie gibt es in allen möglichen Kombinationen mit einer absolut unvergleichbaren Schaltperformance. Ebenso sehr gute Kettenblätter bietet FSA. Für diejenigen, die etwas Ausgefallenes suchen, gibt´s mit den Triebtretern von tune genau den richtigen Partner.

Bei der Wahl der Kassetten kommt man kaum um die beiden Markt-Riesen SRAM und Shimano herum – außer, man sucht etwas richtig Leichtes! Dafür gibt´s die Kassetten von TISO. (Es geht zwar noch leichter – aber TISO ist zudem stabil!)

Für die richtige Kette sieht die Sache schon einfacher aus. Die Ketten von KMC sind da der absolute Klassenprimus. Wie z.B. die KMC X-SL.

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Sie ist die leichteste Kette Ihrer Klasse. Durch die Gewichtsreduzierung bringt sie weitere Vorteile mit: extrem schnelles Schalten, gleichmäßigeren Lauf und weniger Neigung zu Kettenklemmern. Durch die offenen Innenlaschen wird nicht nur Gewicht gespart – der Schmutz kann auch wesentlich schneller vom Antriebssystem nach außen transportiert werden und somit entfernt werden. Die Hohlbolzen werden mit den Außenlaschen mit 350 kg Druck vernietet. Dies ist eine der stärksten Verbindungen in der Fahrradketten Herstellung heutzutage.

Kette rechts!!

Euer Alex

Auch in diesem Jahr treffen sich wieder MTB-Profis und Hobbyfahrer auf den angesagtesten Festivals und Events im Jahr 2009.

Auf den riesigen Expo Areas mit vielen namhaften Ausstellern könnt Ihr Eure heiß brennenden Fragen zu den neuesten Trends und Material loswerden. Nicht selten trefft Ihr die Stars oder auch Eure Vorbilder aus der deutschen oder internationalen Marathon- und Cross Country Szene, die ebenfalls auf dem Expo Gelände relaxen und das Treiben genießen.

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Auf Grund der vielen Gewinnspiele und Werbepräsente, die von den Herstellern in die Menge geworfen werden, lohnt sich der Besuch mindestens eines Festivals auf jeden Fall! Wer sich noch nicht an die langen Marathons und die harten Strecken traut, muss keine Angst haben. Bei den Ein-Tages-Rennen sind die Strecken zumeist in 3 längen eingeteilt und schwierige Abschnitte mit einer etwas längeren Ausweichroute ausgezeichnet. Die Mehrtagesrennen sollten sich von Grund her schon nur der (oder diejenige) zutrauen, welche in diesem Jahr schon mindestens 3000 km in den Beinen hat. Es soll ja auch ein Erlebnis und keine Tortur werden…

Wir haben für Euch die Hot Spots 2009 herausgesucht:

28.4-3.5.2009 BIKE Marathon Riva Del Garda

Die schönsten Trails in Europa mit einer traumhaften
Kulisse der Südlichen Alpen.

12.6-14.6.2009 BIKE Marathon Willingen

Einer der schönsten Marathons in Deutschland durch das Mittelgebirge Hoch Sauerland. (besonders gut für Anfänger geeignet)

21.6-28.6.2009 Craft BIKE Trans Germany

Die schönste West-Ost-Verbindung auf dem Mountainbike quer durch Deutschland. 7 Mittelgebirge in 7 Tagen und Orte, die man so noch nicht gesehen hat.

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18.7-25.7.2009 Jantex BIKE Trans Alp

22.000 hm und 760 km über die Alpen. Das härteste MTB-Etappenrennen Europas. Für diese Qualen erlebt man die mit Abstand schönsten Landschaften und Eindrücke, die man auf dem MTB haben kann!

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Selbstverständlich sind wir bei jedem dieser Events dabei und werden Euch von unseren Eindrücken berichten. Vielleicht sieht man sich!

Euer Alex